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Idee

Das letzte Mal, als ihr die Ehre hattet, die neusten News aus meinem Leben in meinem neuesten Beitrag hier in meinem Blog zu lesen, hatte ich euch ja vom Stress berichtet, den ich mit der linken Szene hier in Friedrichshain hatte. Und heute will ich euch von der Erfahrung einer guten Freundin und Kollegen berichten und ich etwas erzählen, wie ich für mich und für meine Gäste mit dem Vorfall umgegangen bin.

Zunächst habe ich mich dann doch relativ schnell entschieden, den Vorfall nicht zur Anzeige zu bringen. Zum einen, weil ja die Erfolgsaussichten, wie bereits erwähnt, eher gering sind und zum anderen aber auch, weil das ja in gewisser Weise Wasser auf die Mühlen dieser linken Idioten wäre. Am Ende wäre ich dann noch irgendwie als Spießerin beschimpft worden, die nur mit Androhung und unter Anwendung des staatlichen Gewaltmonopols sich zur Wehr setzen kann. Das wollte ich nun wirklich auf jeden Fall vermeiden.

Meine Idee, an zwei – jetzt sind es mittlerweile sogar vier – Tagen im Monat Veranstaltungen zu organisieren, die unter dem Motto einer anderen Musikrichtung stehen, habe ich schnell und problemlos in die Tat umgesetzt und ich muss sagen, dass die Resonanz auf dieses Projekt mehr als positiv ist. Und das sogar nicht nur bei den Bewohnern hier im Kiez, sondern auch ungewöhnlicherweise bei den Touris hier, der Laden brummt also. Vielleicht habe ich auf diesem Weg zumindest ein Teil des Konfliktpotentials entschärft, wer weiß?

Als ich mich gestern mit meiner Kollegin Barbara, die selbst eine in-Kneipe in Kreuzberg betreibt, auf ein paar Bierchen traf, kam sie mir noch mit der Idee eines Umzugs, die ich aber eigentlich schnell verworfen habe. Sie berichtete, dass sie über gewisse Immopartner gehört hätte, dass das Stadtviertel Neukölln momentan zur neuen Szenegegend werde und hier noch viel Potential zu holen sei, was die Kneipenszene beträfe. Aber ich bleibe erstmal hier bei meinem Country-Club in Friedrichshain, alles andere sehen wir wann anders. Vielleicht kann ich mir ja auch irgendwann erlauben, zu expandieren? Wer weiß?

27.6.11 13:16


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Stress mit der linken Szene

Eigentlich war meine Country-Kneipe doch irgendwie bei allen in irgendeiner Form akzeptiert, hatte ich so den Eindruck. Berlin als multikulturelle Stadt und Friedrichshain als Viertel der Kreativen und Alternativen waren bis dato eigentlich auch immer für viel Toleranz bekannt und bisher hatte ich noch überhaupt nicht miterlebt, dass irgendjemand ein Problem mit meiner Kneipe hat.

Doch heute Abend, kurz bevor ich die Kneipe öffnen wollte, musste ich zu meinem Erschrecken feststellen, das die Tür und die Fenster mit Graffiti entstellt waren. Am Anfang wollte ich das erst noch mit Humor nehmen, passt ja im Grunde zu einer Szene-Kneipe in Friedrichshain. Dann stellte ich jedoch fest, was da geschrieben stand: „Wir wollen keine Feier-Touristen in Berlin und spießige Country-Musik will hier keiner hören. Verpiss' dich, Kneipen-Dani.“ Als ich vollkommen schockiert das Graffiti ein zweites Mal zu lesen begann, schlenderte eine Horde Punks die Straße entlang und nickte zustimmend und riefen mir zu: „Ham sie doch Recht mit, so etwas braucht hier keiner, denk' dir was neues aus oder verzieh' dich!“ Ich wusste einfach wirklich nicht, wie ich reagieren sollte. Einfach das Graffiti entfernen? Oder die Polizei rufen und den Akt zur Anzeige bringen? Wäre doch sowieso irgendwie sinnlos, denn in wie vielen Fällen werden die Täter von solchen Aktionen schon gefunden? Doch so gut wie nie. Ich war einfach nur ratlos und es hatte mir die Sprache verschlagen. Dass die Berliner mehr und mehr einen großen Unmut gegen die vielen Touristen in der Stadt hegen, da sie auch für steigende Mieten verantwortlich sind, da viele Hausbesitzer ihre Häuser in Hostels umwandeln, hatte ich ja mitbekommen. Aber dass dieses Problem oder besser dieses Unmut nun mich treffen sollte, das hätte ich nun wirklich nicht für möglich gehalten.

Was aber soll ich jetzt tun? Mir und meinem Konzept treu bleiben? Etwas Neues versuchen? Vielleicht einen oder zwei Kneipenabende mit anderer Musik gestalten? Ich weiß ja nicht so Recht. Was meint ihr dazu?

20.6.11 11:13


Country-Club

Hallo Welt,


ich bin die Daniela aus eurer Hauptstadt Berlin und werde ab jetzt hier in meinem Blog, als eine Art von elektronischem Tagebuch, euch alles berichten, was sich in meinem Leben so ereignet, mich gerade beschäftigt, interessiert und bewegt und vor allem all das, was in meiner coolen In-Szene-Kneipe, die ich besitze, so abgeht und welche neuen Trends ich dabei so gesetzt habe. Jetzt habe ich aber schon eine Menge von mir verraten, ohne, dass ich mich überhaupt ordentlich bei euch vorgestellt hätte. Das darf natürlich nicht zu kurz kommen, ich will ja nicht als unhöflich gelten, also los geht es.

Wie bereits erwähnt heiße ich Daniela, bin von Beruf Gastronomin und leite meine eigene Gastwirtschaft, wie man so schön offiziell und altbacken sagt, ich nenne sie immer mein Szene-Lokal. So ein Betrieb ist zumindest in meinem Fall wirklich eine lebensfüllende Aufgabe und so kommt es, dass ich mich im Grunde auch in der Freizeit nur mit Dingen beschäftigen, die damit in irgendeiner Form im Zusammenhang stehen. Ich interessiere und beschäftige mich in meiner Freizeit nämlich im wesentlichen mit Musik, Party und der Planung und Veranstaltung der nächsten coolen, hippen und angesagten Tanzabenden in meiner Kneipe. Das sind nämlich immer die geilsten und besten Veranstaltungen hier im Szenebezirk Friedrichshain, wo eigentlich in kreativer und künstlerischer Hinsicht die Devise gilt: Nichts ist unmöglich. Und so konnte sich auch aus meiner anfänglichen Nischen-Idee, der „Country-Club-Kneipe“, etwas entwickeln, was nicht nur die Massen der Bewohner hier, sondern auch mittlerweile hunderte von Touristen anzieht und begeistert.

Über Musikgeschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten und das war auch für mich der Ausgangspunkt des Konzepts Country-Club: Erstens bin ich totaler Country-Fan und zweitens sind ich in der Regel immer alle einig, dass Country-Musik einfach dermaßen Laune macht, wenn der Pegel stimmt. Und damit der Pegel stimmt, dafür sorge ich schon, macht ich euch da mal keine Gedanken!

10.6.11 11:09





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